Oft fragen mich Menschen, wie ich es schaffe, weiterzumachen.
Wie ich es schaffe, trotz Krankheit, Schmerz, Verlust und dem Gefühl, manchmal gegen Windmühlen zu kämpfen, ein Lächeln auf den Lippen zu tragen.
Wie ich es schaffe, mich nicht in all dem zu verlieren, was nicht mehr geht, sondern in dem zu finden, was noch möglich ist.
Und jedes Mal ist meine Antwort dieselbe:
Weil ich mich entschieden habe.
Entschieden, das Gute zu sehen. Nicht weil ich blind bin für das Schwere bin – sondern weil ich weiß, wie mächtig mein Blick auf die Welt ist.
Ich glaube, dass alles, was ich aussende, irgendwie zurückkommt.
Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht so, wie ich es mir wünsche.
Aber es kehrt zurück.
Also wähle ich Liebe.
Ich wähle Hoffnung.
Ich wähle Dankbarkeit – auch an Tagen, an denen sie sich hinter Schmerzen versteckt.
Manchmal ist es nur ein leises Lächeln.
Aber es ist echt. Und das genügt.
Die Dunkelheit hat mir beigebracht, wie kostbar Licht ist.
Ich kenne dunkle Tage.
Tage, an denen jede Bewegung weh tut. An denen der Körper Grenzen setzt, die der Kopf nicht akzeptieren will.
Tage, an denen die Angst laut wird.
Tage, an denen der Verlust mir die Luft nimmt.
Tage, an denen ich das Gefühl habe, nicht mehr Teil des Lebens zu sein – sondern nur ein stiller Beobachter am Rand.
Aber ich habe auch gelernt:
Es gibt immer irgendwo ein Licht.
Ein Sonnenuntergang in den schönsten Farben.
Ein Wort von jemandem, der mich wirklich sieht.
Ein Lied, das mich daran erinnert, dass ich noch fühle.
Ein Duft, der mich für einen Moment nach Hause bringt.
Das sind keine großen Dinge.
Aber sie sind groß genug, um mich zu tragen.
Die Magie liegt im Kleinen – und du wirst sie sehen, wenn du bereit bist zu fühlen.
Ich habe gelernt, nicht mehr an großen Zielen festzuhalten, die mich zerreißen.
Sondern an kleinen Momenten, die mich wieder zusammensetzen.
Ich habe gelernt, dass Stärke nicht bedeutet, nie zu fallen – sondern immer wieder aufzustehen.
Und dass Mut manchmal heißt, zu weinen – und trotzdem weiterzulieben.
Ich habe gelernt, innezuhalten.
Zu lauschen.
Zu fühlen.
Auch, wenn es weh tut.
Denn ich will dieses Leben nicht nur überleben.
Ich will es leben – in seiner ganzen Widersprüchlichkeit.
Mit allen Farben. Auch mit den dunklen.
Was, wenn du mit deinem Blick die Welt veränderst?
Die Wissenschaft sagt:
Ein Teilchen verändert sein Verhalten, sobald es beobachtet wird.
Vielleicht gilt das nicht nur in der Quantenphysik – sondern auch im Alltag.
Was, wenn sich die Welt anders zeigt, wenn wir anders hinsehen?
Ich glaube daran.
Ich glaube, dass Dankbarkeit ein Magnet ist.
Dass Hoffnung eine Entscheidung ist.
Und dass selbst ein gebrochener Mensch leuchten kann – manchmal gerade deshalb.
Verletzlichkeit ist kein Schwächezeichen – sie ist die Tür zur echten Verbindung.
Ich musste lernen, Hilfe anzunehmen.
Musste lernen, dass ich nicht weniger wert bin, nur weil ich auf Unterstützung angewiesen bin.
Dass mein Wert nicht an meine Leistungsfähigkeit geknüpft ist – sondern an mein Wesen.
Das war nicht leicht.
Denn die Welt da draußen ist laut.
Und oft urteilt sie schnell.
„Du siehst gar nicht krank aus.“
„Du kannst doch noch lachen.“
„So schlimm kann es ja nicht sein.“
Ich habe gelernt, das auszuhalten.
Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich weiß, dass diese Sätze mehr über die Menschen sagen, die sie aussprechen, als über mich.
Vielleicht wirst du nie wieder der Mensch, der du mal warst.
Vielleicht wirst du ein neuer – weicher, ehrlicher, tiefer.
Wenn man krank ist, verliert man vieles:
Träume. Routinen. Fähigkeiten. Zukunftsbilder.
Aber man gewinnt auch.
Man gewinnt die Fähigkeit, echte Verbindung zu spüren.
Man lernt, wer bleibt, wenn es nicht mehr bequem ist.
Man lernt, wie wertvoll ein Moment ohne Schmerz sein kann.
Man wird gezwungen, hinzusehen – und entdeckt oft genau dabei sich selbst.
Am Ende zählt nicht, wie laut du lachst – sondern wie offen dein Herz bleibt.
Der kleine Prinz sagte:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Und ich glaube, das stimmt mehr denn je.
Was wir sehen, ist nicht immer das, was da ist.
Manchmal sehen wir nur, was wir erwarten.
Aber wenn du dein Herz öffnest – wirst du Wunder entdecken.
Im Menschen neben dir.
In dir selbst.
Im Leben, das du trotz allem führst – oder gerade deshalb.
An alle, die jetzt denken: „Das ist doch bloß Philosophie.“
Ja, vielleicht.
Aber wenn du mit deinen Gedanken dein Leben jeden Tag schwerer machst –
Warum nicht mal versuchen, es leichter zu denken?
Ein Lächeln verändert nicht die Umstände.
Aber es verändert dich.
Pessimismus heilt nichts.
Aber Hoffnung trägt.
Und Liebe heilt manchmal leise – ohne, dass du es merkst.
Ich hoffe, dass dieser Text dich berührt.
Ich hoffe, dass du spürst, wie sehr du gesehen wirst.
Und ich hoffe, dass du nicht aufhörst zu glauben – an das Gute, an dich, an das Leben.
Denn selbst wenn du gerade durch Dunkelheit gehst:
Du kannst ein Licht sein.
Und vielleicht reicht dieses Licht schon aus,
um jemand anderem Hoffnung zu schenken.
Und dann – verändert sich die Welt.
Nicht sofort. Nicht überall.
Aber genau dort, wo es zählt:
In dir.

8 Antworten zu “Deine Aufmerksamkeit formt die Welt – und wie du sie siehst, bestimmt, was sie dir zeigt.”
Bämm, da ist wieder so ein Beitrag von dir der zeigt, dass wir unser Denken ein bisschen verändern sollten.
Egal wie viel ich laß, ich erinnerte mich immer wieder an STARLIGHT EXPRESS. Du hast geschrieben von der Dunkelheit und von dem Licht und ZACK, da gibt es auch ein Lied bei STARLIGHT EXPRESS:
Ich weiß nicht, ob du das Musical kennst. Kurze Beschreibung: Ein kleiner Junge träumt Nachts von der Weltmeisterschaft der Eisenbahnen. Die kleine Dampflok Rusty ruft den STARLIGHT EXPRESS, damit sie überhaupt eine Chance hat gegen Diesel- und E – Lok. Da spricht eine Stimme aus dem Hintergrund: du allein hast die Kraft tief in dir, du bist der STARLIGHT EXPRESS.
DU Däumelinchen, du bist der STARLIGHT EXPRESS. Du hast ganz viel Kraft in dir und deshalb schaffst du alles, was du schaffen willst.
Dafür darf ich dir meine große Bewunderung aussprechen.
So, das musste mal geschrieben werden.
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Oh heaven du liebevoller Brommbeerenpflücker ♡
Ich kenne das Musical nur vom Hörensagen. Aber bin weder mit den Liedern noch der Geschichte vertraut. Eventuell sollte ich das mal ändern.
Danke dir. Von Herzen
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Bochum sage ich nur. Du kommst in den Saal und oben siehst du Eisenbahnen, die über dir schweben. Irgendwann wird das,Licht gelöscht, die Eisenbahnen fahren nach oben und du hörst eine Frauenstimme: Jetzt ist aber genug, manch bitte das,Licht aus und schlafe.
Ein kleiner Junge antwortet: Ach nur ein bisschen noch…
Die Show beginnt.
Vor vielen Jahren war das Mütterchen in der VHS und organisierte Fahrten. Da fragte sie, ob jemand Lust hätte zu STARLIGHT EXPRESS zu fahren. Ich ließ mich überreden. Zwischenzeitlich war ich 6 x in Bochum. Es ist jedesmal ein Erlebnis. Die Show hat sich mehrfach geändert und trotzdem bleibt die Grundessenz: den STARLIGHT EXPRESS hat jeder in sich. Wer den Mut hat,den inneren STARLIGHT EXPRESS zu finden, der kann alles erreichen, was er sich erträumt. Nicht umsonst spielt dieses Musical 37 (!!!) Jahre am gleichen Ort. Jedesmal gehe ich mit Erwartungen rein und mit Tränen raus. Du solltest unbedingt dort einmal gewesen sein. Dann wirst du auch wirklich verstehen, warum ich dich STARLIGHT EXPRESS genannt habe.
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Auf jeden fall 🙂
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Wie du denkst oder wo du überall Licht und Hoffnung siehst, finde ich echt toll 🙂Da könnte ich mir echt eine Scheibe abschneiden. Mach bitte weiter so und bleib wie du bist!
Verliere nie den Mut und die Kraft. ❤
Hast du mal von Nick Vujicic gehört? Er ist ohne Arm und Beine geboren. In seinen dunkelsten Stunden, wo er aufgeben wollte, fand er zu Gott. Seitdem reist er um die Welt und hält Vorträge. Ich finde es immer richtig schön, wenn Menschen zu ihrer Stärke finden und das Beste aus ihrer Situation machen.
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Danke für deine Worte.
Nein, der Name sagt mir leider nichts. Aber ich werde mal Google fragen.
Ich glaube einfach daran dass es immer irgendwie weiter geht.
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Ich mag deine Einstellung dazu sehr.
Ja, Google gerne mal nach ihm. Ich finde sowas motiviert halt auch sehr, gerade wenn man selbst wieder ein Down hat. Ich denke mir dann oft so, hey, er schafft es, dann versuch ich es auch. Es gibt mir persönlich kraft.
PS: Nun klappts mit dem kommentieren, auch ohne anderen Browser.
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Sehr gut.
Ja man braucht seine kleinen Motivationsschübe – oder wie ich es früher immer nannte „die persönlichen Tankstellen“
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