Ich packe meinen Koffer und nehme mit…. Angst vor der Zukunft. Angst, zu versagen.; Angst, zu enttäuschen. Angst, noch mehr Hilfe zu brauchen. Angst, meine Selbstbestimmung abzugeben. Mut, weiterzugehen. Mut, die Zukunft zu entdecken! Mut, um Hilfe zu bitten und Mut zuzugeben wie es mir geht. Und Hoffnung! Denn egal was kommt, die Hoffnung ist immer bei mir. Denn Hoffnung bedeutet Leben und solange ich lebe, gibt es Hoffnung.
Der Zug des Lebens… manche steigen ein und bleiben länger, manche haben eine Kurzstrecke gebucht und steigen nach kurzer Zeit wieder aus. Das bedeutet aber nicht, dass die Zeit zusammen nicht intensiv und schön war. Oder, dass man sich zerstritten hat und hasst. Aber der Zug fährt weiter. Und das was bleibt sind die Erinnerungen. Ich weiß, du wirst mir fehlen. Aber ich weiß, es ist zu spät. Du bleibst in meinen Erinnerungen auch, wenn du gehst. Also lasse ich dich an der nächsten Haltestelle aussteigen und winke dir zum Abschied, während mein Zug des Lebens wieder losrollt. Und an Tagen, an denen du mir besonders fehlst, krame ich die Erinnerung raus und lebe sie gedanklich noch einmal bevor ich dich wieder loslasse. Ohne Vorwürfe, ohne Wut. Menschen verändern sich. Ich kann nicht mit dir aussteigen, aber ich helfe dir mit deinem Gepäck und wünsche dir, dass du glücklich wirst. Aber bevor du gehst, kannst du dich erinnern wie verrückt wir waren? Danke für diese Zeit. Ich lass unsere Bilder hängen und fahre weiter in meinem Zug des Lebens. Mit dem immer selben Takt. Ob das monoton ist? Nein, keineswegs. Denn es steigen immer neue Fremde dazu die man zufällig irgendwo getroffen hat. Und aus manchen zufälligen Begegnungen, werden richtig gute Freundschaften. Freundschaften, die ich vorher nicht wollte, weil ich niemanden an mich heranlassen wollte und die ich nun nicht mehr hergeben möchte. Ich halte mich an meinen Freunden fest während meine Titanic sinkt. Denn, der Ärztemarathon geht weiter und bisher, spielen wir das Spiel des Ausschlussverfahrens….
