About Me

Hey! Ich bin Daeumelinchen, als zweites von drei Kindern kam ich am 11. Februar 1988 zur Welt. Mein Vater stammt aus Algerien und meine Mutter aus Deutschland. Ich hatte das große Glück deswegen sehr Weltoffen und mit verschiedenen Kulturen aufzuwachen. Meine Kindheit war wundervoll, aber dass erfährst du in meinem Buch.
1999 wurde bei mir- ich war 11 jahre alt, aufgrund von Lähmungerscheinungen ein Hirntumor (ein Astrozytom) entdeckt. Der Tumor (Anton) wuchs vom Kleinhirn in den Nacken in alle Halswirbel ins Rückenmark.
Einzige Chance zu überleben- OP! Bei der OP wurden mir alle Halswirbel gebrochen, entnommen, abgeschliffen und neu eingesetzt. Einen Teil vom Tumor konnten die Ärzte so entfernen, aber nicht alles. Nach dieser OP konnte ich mich nicht mehr bewegen. Mein 11 jähriges ich lag – gefangen – im eigenen Körper in einem viel zu großen Pflegebett und selbst an der Nase kratzen musste jemand für mich übernehmen. Ich lernte langsam wieder zu sitzen , selbst essen, zu stehen ect….

Heute:
Anton & Fridolin, meine Mietnomaden, sind fast komplett ausgezogen. Ein Miktoskopisch kleiner Teil ist noch da der beobachtet werden muss. Ich lerne wieder neu (zum dritten mal) selbständig essen, laufen, sitzen ect. und bin voll auf Pflege angewiesen. Mir musste ein Shunt, 6 Schrauben und drei Platten eingesetzt werden. Ich brauche nach wie vor einen Rollstuhl aber ich lebe !!!
Ich habe Hobbys, Freunde, Haustiere und einen Ehemann. I
Ich bin glücklich mit meinem Leben, darum bin ich hier.

  • Wenn die Nacht zu laut wird

    04:22 Uhr. Die Nacht liegt schwer auf mir, als hätte sie beschlossen, sich nicht einfach nur über die Stadt zu legen, sondern sich in meine Gedanken zu krallen. Das Zimmer ist dunkel, nur das fahle Licht meines Displays zeichnet schwache Konturen in die Stille. Ich kaue auf meinem Kaugummi, viel zu schnell, viel zu hektisch,…

  • Die, die angeblich nicht dazugehören

    Ich war kürzlich mal wieder in der Stadt unterwegs.Das mache ich mittlerweile selten.Zu laut, zu voll, zu viele Pflastersteine, zu viele Blicke… Die Straßen sind voll, aber gleichzeitig fühlt sich alles leer an, wenn man auf Augenhöhe von Autoreifen lebt.Der Elektromotor meines Rollstuhls summt leise unter mir, dieses konstante Geräusch, das mich begleitet wie ein…

  • Vom Mut, Mensch zu bleiben

    Es gibt Tage, an denen die Welt sehr laut ist. Nicht nur wegen der Geräusche.Nicht wegen der Autos, der Stimmen oder der Schritte auf dem Pflaster.Sondern wegen der Gedanken, die man mit sich trägt, während man sich durch sie bewegt. Ich sitze in meinem Rollstuhl und beobachte die Menschen.Dieses Sitzen verändert die Perspektive.Man lebt auf…

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