Maulwurfsyndrom

Mit großen Schritten ging es auf Weihnachten zu. So schnell – zack vorbei.
Ich wurde geboostert und lag flach. Mein Arm war angeschwollen und leuchtete im dunklen, zumindest das Fieber war nach paar Tagen überstanden. Eigentlich mag ich Weihnachten. Ich backe gerne und liebe Kerzen und Lichterketten. Und gleichzeitig verkrieche ich mich jedes Jahr.
Die Dunkelheit und Kälte….und mir fehlt mein Vater.
Hier passiert auch nicht viel. Physiotherapie, Backen , Baum schmücken… Ich merke dass ich sentimental werde und versuche das vergangene Jahr zu begreifen. Ob es mir gelingt kann ich nicht sagen.
Pläne fürs neue Jahr habe ich aber auch irgendwie nicht.

Kurz vor Weihnachten bekam ich noch die Nachricht, dass meine längste Freundin, die für mich sehr, sehr, sehr wichtig ist- im Krankenhaus ist und Operiert werden muss. Der Verdacht war nicht schön und nicht zu begreifen. Natürlich war ich für sie da- jederzeit und immer! Aber innerlich zeriss es mich fast. Ich hab mit meinen „Krebs-Mädels“ geredet. Und wir waren uns einig es ist wirklich ein merkwürdiges Gefühl, wenn jemand mit dem man so viel durch, hat dann so im Ungewissen ist. Und es kam der Gedanke auf „ich bin doch die kranke ! Ich möchte nicht das sie oder andere da durch müssen! Es reicht für meinen Kreis der Lieben doch dass ich Krank bin /war“ klingt Egoistisch ich weiß.
Irgendwie ist es „einfacher“ betroffen zu sein, weil ich weiß, wie es mir geht. Ich mach so Dinge mit mir aus.
Als Außenstehende möchte man da sein, kann es aber teilweise nicht, gleichzeitig belastet es ja auch und man möchte es der anderen Person nicht zeigen.
Zum Glück ist bei ihr alles gut gegangen!!!

Und dann führt man mit eben diesen guten Freunden Gespräche über das Leben. Gespräche über das Bewusstsein des Menschen. Das eine schwere Krankheit oder ein schwerer Unfall einem bewusst macht „ich lebe heute!“
Aber warum brauch man erst diese Angst? Ich versteh es nicht.
Jeder Tag ist der beste deines Lebens weil du jeden Tag nur ein Mal erlebst. Es passiert so viel schönes wenn man das sehen möchte und bewusst hin sieht nimmt man es auch wahr!

Darum wünsche ich dir für das neue Jahr alles erdenklich Gute! Liebe ! Lache ! Und leben jetzt! Verschiebe Nichts auf morgen denn was morgen ist weiß man erst wenn es soweit ist!

Bis Bald ❤️

Eine Antwort zu “Maulwurfsyndrom”

  1. Du hast in diesem Jahr schon wieder große Schritte gemacht. Wünsche Dir für das kommende Jahr noch größere Schritte, Du bekommst das hin🍀. Selbst wenn Du dich mal vergraben musst, kommst Du gestärkt wieder raus. Liebe Mila, komm gut ins neue Jahr. ♡-liche Grüße Beate

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