Autor: Däumelinchen
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Irgendwo dazwischen
Zwischen Hoffnung und Endgültigkeit – das ist mein Leben mit Anton, meinem polyzystischen Astrozytom. Manchmal frage ich mich, ob das alles wirklich passiert, ob ich wirklich diejenige bin, die in diesem Körper steckt, der sich so radikal verändert hat. Oft fühlt es sich an, als würde ich von außen auf mich selbst blicken – auf…
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Meine Bucketlist – Zwischen Lebenslust und Abschied
Ich wurde in letzter Zeit oft gefragt, ob ich eine Bucketlist habe. Diese Frage trifft mich jedes Mal mit voller Wucht. Freunde, Bekannte, sogar meine Ärztin nach dem letzten MRT haben sie gestellt. Sie sprach nicht nur von einer Patientenverfügung, sondern auch von meinen Wünschen – meinen letzten Wünschen. Ich verstehe den Gedanken dahinter, wirklich.…
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Hallo Welt, du wunderschöner Planet,
du Heimat von so vielen Lebewesen, der unendlichen Vielfalt und atemberaubenden Schönheit. Du bist das Zuhause, das uns alle verbindet, egal woher wir kommen oder wie wir leben. Oft vergesse ich, wie beeindruckend du wirklich bist – dein Himmel, der sich in unzähligen Farben zeigt, das sanfte Rauschen des Meeres, die unermüdliche Bewegung des Lebens.…
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Aura & trozdem
Mir wird oft gesagt, dass ich eine besondere Ausstrahlung habe, dass ich Menschen anziehe. Aber ehrlich gesagt, ich verstehe das nicht wirklich. Ich sitze hier, in einem Körper, der nicht mehr das tut, was er einst konnte. Meine Bewegungen sind auf ein Minimum reduziert, meine Gestik kaum vorhanden. Was kann an mir schon so besonders…
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Danke an Euch
Ich möchte mich natürlich auch auf diesem Weg, hier auf meinem Blog, bei euch bedanken. Ich sitze hier und finde kaum die richtigen Worte, um zu beschreiben, wie überwältigt und tief dankbar ich für die immense Unterstützung bin, die mir durch die Spendenaktion entgegengebracht wurde. Jeder Beitrag, jede liebevolle Nachricht, jedes Zeichen der Solidarität hat…
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Der Zug der Zeit
Nun sitze ich hier, nach all den Jahren, wieder einmal im Zug. Musik in meinen Ohren, die Melodien sanft wie eine Decke, während ich Freiburg hinter mir lasse. Es fühlt sich an wie ein Neuanfang – und in vielerlei Hinsicht ist es das auch. Der neue Rollstuhl unter mir ist nicht einfach nur ein Hilfsmittel,…
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Versager?
Manchmal fühlt es sich an, als würde ich vor mir selbst versagen. Mein Leben läuft an mir vorbei, während ich hier liege, gefesselt ans Bett, unfähig, die Welt draußen zu erreichen. Die Krankheit hat mich in einem Käfig aus Schmerzen eingeschlossen, und selbst Fentanyl schafft – zwischendurch – keine wirkliche Erleichterung mehr. Die Schmerzen sind…
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Gefühlschaos
Die Zeit läuft mir davon, das spüre ich mit jeder Faser meines Seins. Der Hirntumor ist ein ständiger Begleiter, der mir jeden Tag ins Bewusstsein ruft, dass meine Zeit begrenzt ist. Diese Diagnose ist wie ein Schatten, der über mir hängt und mich ständig daran erinnert, dass ich nicht ewig habe. Es gibt Momente, in…
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Anton wird groß
Mit den Jahren ist Anton richtig gewachsen, und ich habe manchmal das Gefühl, dass er sich in seiner kleinen Ecke meines Kopfes ganz wohlfühlt. Vielleicht hat er sich sogar einen kleinen Garten angelegt, wer weiß? Klar, er bringt seine Herausforderungen mit sich, aber immerhin gibt er mir viel Stoff zum Nachdenken – als wäre ich…
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Zukunft
Die Angst vor einem MRT ist überwältigend, besonders wenn der Grund für die Untersuchung ein austherapierter Hirntumor ist. Schon der Gedanke, dass der Tumor gewachsen sein könnte, lastet schwer auf der Seele. Das Brummen der Maschine, die Enge der Röhre, alles verstärkt die ohnehin schon vorhandene Beklemmung. Jede Sekunde, die vergeht, fühlt sich an wie…