Autor: Däumelinchen
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Ich muss gar nichts mehr
Ich bin ein Mensch, der viel denkt. Vielleicht zu viel.Ich zerdenke Situationen, Worte, Blicke. Ich analysiere, reflektiere – und am Ende höre ich dann doch auf mein Bauchgefühl.Weil es oft der einzige Teil in mir ist, der nicht an andere denkt. Der nicht strategisch plant oder höflich überlegt, was die anderen wohl denken könnten. Mein…
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Deine Aufmerksamkeit formt die Welt – und wie du sie siehst, bestimmt, was sie dir zeigt.
Oft fragen mich Menschen, wie ich es schaffe, weiterzumachen.Wie ich es schaffe, trotz Krankheit, Schmerz, Verlust und dem Gefühl, manchmal gegen Windmühlen zu kämpfen, ein Lächeln auf den Lippen zu tragen.Wie ich es schaffe, mich nicht in all dem zu verlieren, was nicht mehr geht, sondern in dem zu finden, was noch möglich ist. Und…
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Wenn Welten auseinandergehen
Es ist ein leiser Bruch, kaum hörbar für die meisten – und doch tief, einschneidend und unumkehrbar. Wenn man mit einer langjährigen chronischen Erkrankung lebt, in meinem Fall Krebs, verändert sich das Leben – grundlegend, im ersten Moment radikal, still. Es geschieht über Nacht, aber das erkennen, was sich verändert hat geschieht wie eine langsame…
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Leben im Schatten der Erwartungen
Wieder einmal möchte ich etwas sagen, was viele nicht aussprechen.Wieder einmal möchte ich ein Tabuthema aufbrechen, weil Schweigen keine Erleichterung bringt.Wieder einmal geht es nicht darum, Mitleid zu erregen oder jemandem Vorwürfe zu machen.Es geht darum, gesehen zu werden – wirklich gesehen. So wie es ist. Nicht wie es sein sollte. Ich lebe mit einer…
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Sommer, Sonne, Schattenwesen
Der Sommer ist da. Die Menschen jubeln, die Freibäder füllen sich, Eisverkäufer rotieren wie verrückt – und ich?Ich… verwelke still und leise irgendwo im Schatten. Denn was die einen mit „endlich Sonne!“ feiern, ist für mich die Zeit des Jahres, in der mein Körper auf stur stellt. Ich kann nicht schwitzen. Ich meine das nicht…
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Wenn das Herz mehr sieht als die Augen
Manchmal frage ich mich: Bin ich sonderbar? Diese Frage begleitet mich, seit ich denken kann. Schon als Kind spürte ich Dinge, die andere nicht bemerkten. Ich sah sie nicht mit den Augen – sondern mit dem Herzen. Ich fühlte Menschen. Nicht ihre Worte. Sondern das, was sie nicht sagten. Nicht ihr Lächeln – sondern das…
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Keine Logik
Manchmal sagen wir Sätze, von denen wir wissen, dass sie nicht fair sind.Aber sie kommen trotzdem. Weil Schmerz keine Logik kennt. Kürzlich hatte ich ein Gespräch, das mir tief ins Herz ging.Es ging um Krankheit – um all die unterschiedlichen Wege, die Körper nehmen können, um zu zerbrechen.Und da fiel dieser eine Satz, der sich…
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Unsere Welt – jenseits der Norm, aber voller Liebe
Manchmal schaue ich uns von außen an.Wie wir miteinander sprechen. Wie wir schweigen.Wie du mir mein Becher voll machst, ohne dass ich frage.Wie ich dich ansehe, wenn du gerade dabei bist, die Küche aufzuräumen, als wäre es das Natürlichste der Welt – und es für dich auch ist. Und dann denke ich:Unsere Welt ist nicht…
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Ein Aufschrei gegen die Enge im Kopf
Diese verdammten Schubladen. Du kennst sie. Ich kenne sie. Wir alle kennen sie. Und schlimmer noch: Wir benutzen sie. Jeden verdammten Tag. Wir sortieren Menschen, Gedanken, Lebensweisen fein säuberlich ein – wie Socken in ein Ikea-Regal. Nur dass Menschen keine Socken sind. Und trotzdem: Wer nicht reinpasst, wird eben gestopft, gedrückt, passend gemacht – oder…
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Mitten in der Nacht
Ich schreibe diesen Text, während alles schläft.Mein geliebter Mann liegt neben mir, atmet ruhig, gleichmäßig.Ich höre ihn… und ich spüre ihn. Seine Wärme an meinem Rücken.Und obwohl mein Körper völlig erschöpft ist – gibt mir genau das einen winzigen Funken Ruhe.Sein Atem.Sein Dasein.Dieses stille Versprechen: Ich bin da. Ich bleibe. Aber sonst ist da viel…