Eine Mutter trägt die Welt in sich

Manchmal schreibe ich Texte nicht nur für andere, sondern auch für mich selbst…
als Erinnerung, als leise Form der Verarbeitung.

Dieser Beitrag hier ist einer davon.
Er entstand aus Gedanken über das, was mir verwehrt blieb & aus tiefer Bewunderung für all jene, die Mutter oder Vater sind.


Ich wollte Worte finden für etwas, das oft still zwischen den Zeilen bleibt…
für Liebe, Verlust, Stärke & Dankbarkeit.
Eventuell fühlst du dich angesprochen….
Dann hoffe ich, dass dir dieser Text ein kleines Stück Trost schenkt.

Eine Mutter trägt die Welt in sich.
Denn unter ihrem Herzen beginnt neues Leben.
Ein zarter Herzschlag, der wächst, stärker wird und irgendwann selbstständig schlägt.
Mit unermesslicher Kraft schenkt sie dieser Welt ein Wunder.
Und wenn das Kind geboren ist, hört sie nie wieder nur mit den Ohren zu,
sondern mit dem Herzen.
Mütter spüren Dinge, die kein anderer bemerkt.
Sie verstehen zwischen den Zeilen, zwischen den Blicken, zwischen den Pausen.
Sie tragen Liebe in jeder Geste, in jeder Sorge, in jeder schlaflosen Nacht.

Mir selbst bleibt es verwehrt, jemals Mutter zu werden.
Und ja, das ist ein Schmerz, der manchmal still, aber beständig in einem wohnt.
Doch ich durfte erleben, wie dieses Wunder in meinem Umfeld geschieht…
wie meine Geschwister & Freunde Eltern wurden,
wie aus Liebe Leben wird.
Und ich bin dankbar, dass ich daran teilhaben darf.
An den ersten Lächeln, den kleinen Händen, dem kindlichen Staunen über die Welt.
An den Momenten, in denen man spürt:
Hier entsteht Zukunft.

Kinder sind unsere Zukunft.
Sie sind das größte Glück, das die Welt zu bieten hat… ehrlich, unperfekt, wild, laut und voller Leben.
Aber auch Mütter und Väter sind Helden.
Nicht nur, weil sie Tag & Nacht alles geben,
sondern weil sie lieben, selbst wenn sie erschöpft sind.
Weil sie trösten, auch wenn sie selbst Trost bräuchten.
Weil sie Hoffnung in die Welt tragen, selbst wenn ihnen selbst manchmal der Mut fehlt.

Ich würde niemals jemandem die Freundschaft kündigen,
weil das Kind an erster Stelle steht.
Weil Verabredungen verschoben werden, Gespräche unterbrochen oder Pläne sich ändern.
Denn ich weiß, was es bedeutet, wenn Liebe plötzlich Priorität bekommt.
Das ist kein Verlust, das ist Leben.
Und genau das ist es doch, worum es wirklich geht:
Verständnis, Liebe & Verbindung.
Echte Nähe… auch dann, wenn Wege sich verändern.

An alle Mütter, an alle Väter,
an alle, die lieben, pflegen, erziehen und begleiten –
ihr seid das Rückgrat dieser Welt.
Ihr schenkt Geborgenheit, wo sie gebraucht wird,
und Licht, wo Dunkelheit droht.

Und an alle, die – wie ich – diesen Weg nicht gehen konnten oder durften:
Auch wir tragen Leben in uns, auf unsere Weise.
In unseren Gedanken, in unserer Fürsorge, in der Liebe, die wir weitergeben.
Vielleicht anders, aber nicht weniger wertvoll.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, Leben zu schenken, sondern Leben zu lieben

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