Worte mit Herz und Herz mit Worten

148. Das ist nicht einfach nur eine Zahl. Das ist ein kleiner Meilenstein. Ein Wimpernschlag im Universum und gleichzeitig ein Donnerschlag in meinem Herzen. 148 Blogbeiträge – das bedeutet 148Mal Mut. 148 Mal Gedanken in die Tastatur getippt, Herzblut auf digitale Seiten verteilt, Hoffnungen, Ängste, Lachen und manchmal auch Tränen in Buchstaben verpackt und im Podcast vergossen. 

Und ich erinnere mich. Oh ja, ich erinnere mich sehr genau an den Anfang. Wie stolz ich war, als ich das erste Kapitel meines Buches online stellte. Mein Herz klopfte wie verrückt, meine Finger zitterten, und gleichzeitig war da dieses Kribbeln: „Was, wenn jemand meine Worte wirklich liest? Was, wenn ich jemanden erreiche? Was, wenn…?“ 

Ich träumte von Kommentaren, von Austausch, von neuen Begegnungen. Von Menschen, die meine Texte lesen und sagen: „Ja. Genau das fühle ich auch.“ Ich wollte keine großen Reden halten, keine Preise gewinnen. Ich wollte einfach nur das tun, was mein Innerstes schon immer wollte: erzählen. 

Und dann – kam dieser eine Satz. 

„Du kannst nicht schreiben. Du willst mit deinen Texten doch nur andere verletzen.“ 

Bam. Stille. Atemstillstand. 

Ich weiß bis heute nicht, warum diese Person das gesagt hat. Ob es Neid war, ein Missverständnis oder einfach ein schlechter Tag. Was ich aber weiß: Es hat gesessen. Es hat mich getroffen. 

Denn niemals – niemals – war es meine Absicht, jemanden zu verletzen. Worte sind für mich Brücken, keine Waffen. Sie sollen verbinden, nicht spalten. Natürlich weiß ich, dass meine Texte nicht für jeden geschrieben sind. Und das ist auch gut so. Unsere Welt ist bunt, unsere Gedanken sind vielfältig, und das macht uns menschlich. 

Aber wenn jemand so etwas sagt, dann beginnt man zu zweifeln. 

Ist das, was ich schreibe, überhaupt etwas wert? 

Bin ich etwas wert?

Doch dann kam da jemand anderes – mit einem ganz anderen Blick. 

„Man kann dich in deinen Texten kennenlernen“, sagte diese Person. 

Und das hat mich berührt. Tief. 

Denn das ist es doch, was wir alle wollen, oder? Gesehen werden. Gehört werden. Nicht durch Lautstärke, sondern durch Echtheit. Vielleicht kennt man mich durch meine Texte ein bisschen. Vielleicht auch nicht. Vielleicht erkennt man in meinen Zeilen etwas von sich selbst – und das ist doch eigentlich das Schönste: wenn Worte wie Spiegel sind. 

Ganz ehrlich? Ich kenne mich selbst nicht einmal ganz. Wer tut das schon? 

Wir sind alle eine Baustelle, eine Entwicklung, ein wandelndes „Work in Progress“. Manchmal überrasch ich mich selbst – mit Dingen, die ich fühle, denke, tue. Und manchmal steh ich neben mir und frag: „Hä? Wer war das gerade?“ 

Aber genau das ist Leben. Kein Skript. Keine gerade Linie. Sondern ein chaotischer, schräger, bunter Roman mit Rechtschreibfehlern, Herzschlägen und Plot-Twists. 

Und in all dem – seid ihr da. 

Ihr, die ihr lest, die ihr zuhört, die ihr euch einlasst. 

Ihr, die ihr vielleicht mal leise genickt habt bei einem Absatz oder laut gelacht habt, weil ich mal wieder ein bisschen zu ehrlich war. 

Ihr seid keine Leserzahlen. Ihr seid keine Klicks. 

Ihr seid Menschen. Mit Herz, mit Kopf, mit Geschichten. 

Und ihr seid wichtig. 

Weil wir nur zusammen diese Welt ein Stückchen wärmer machen können. 

Mit Respekt, mit Neugier, mit Gesprächen. Wenn du mich fragst: Dieser Blog ist nicht perfekt. 

Aber er ist ehrlich. Und er ist meiner. Und jetzt – mit Beitrag Nummer 148 – ist er auch ein bisschen deiner. 

Also danke. Fürs Dabeisein. Fürs Mitfühlen. 

Und vielleicht auch fürs Mitlachen, wenn ich mal wieder schreibe, dass mein Leben sich manchmal anfühlt wie eine Mischung aus Krankenhausserie, Improvisationstheater und verrücktem Poetry Slam. 

Und wer weiß – vielleicht wird aus diesen Beiträgen irgendwann wirklich ein Buch. 

Und dann wird Kapitel 148 genau dieser Text sein. 

Denn der ist nicht nur voll mit Worten – der ist voll mit euch. Und das ist so besonders, dass kann mir niemand nehmen.

Danke an Dich

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