Emotionen

Heute war ein Tag voller Emotionen, die mich tief berührt und gleichzeitig aufgewühlt haben. 

Es begann mit einem Anruf, der mich weckte. Verschlafen griff ich zum Handy und sah eine E-Mail von WordPress. Eine Benachrichtigung von einem Blogger, dessen Beiträge ich regelmäßig lese und bewundere. Doch diese Nachricht war anders. Der neue Beitrag, den er veröffentlicht hatte, handelte von… mir? 

Für einen Moment dachte ich, ich sehe nicht richtig. Aber es stimmte. Er hatte einen Beitrag für und über mich geschrieben, um Werbung für mich und meinen Blog zu machen. Einfach so, aus purer Herzlichkeit. 

Ich konnte nicht anders, als sofort zu weinen. Tränen der Dankbarkeit und des überwältigten Staunens liefen mir übers Gesicht. Dass ein Mensch, den ich nur digital kenne, so viel Zeit und Gedanken investiert, um mir zu helfen – das ist ein Geschenk, das ich nie erwartet hätte. 

Freunde sagen mir oft, dass ich mehr Menschen erreiche, als ich selbst wahrnehme. Dass meine Worte berühren, inspirieren und Mut machen. Doch dieser Moment hat mich völlig umgehauen.

Natürlich möchte ich seinen Blog hier auch mit euch teilen.
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Es ist meine Art, Danke zu sagen und seine wundervolle Geste zu würdigen. 

Inmitten dieses emotionalen Morgens geriet mein Kliniktermin fast in den Hintergrund – und doch war er unausweichlich. Alle drei Monate habe ich diesen Termin in der Schmerzklinik, als Fentanyl-Patientin. Regelmäßige Kontrollen sind notwendig, weil Opiate wie Fentanyl nicht nur helfen, sondern auch eine gefährliche Abhängigkeit verursachen können. 

Meine Dosis wurde erhöht. Es war keine einfache Entscheidung, aber die Schmerzen ließen sich nicht mehr ausreichend lindern. Während die Ärztin mit mir sprach, erinnerte sie mich eindringlich daran, auf mich zu achten. „Sie sind kein gesunder Mensch“, sagte sie, und diese Worte hallen immer noch in meinem Kopf wider. 

Ich solle aufhören, mich ständig zu überfordern, mich mit „ich muss“ und „ich sollte“ unter Druck zu setzen. Ich müsse gar nichts mehr. Es sei Zeit, mich von diesen Gedanken zu verabschieden, weil mein Körper und meine Seele sie nicht mehr tragen können. 

Aber diese Realität anzunehmen, fällt mir schwer. Palliativ. Dieses Wort liegt wie ein schwerer Stein auf meiner Brust. Es ist ein Wort, das ich nicht hören will, auch wenn es die Wahrheit ist. Mein Leben hat sich verändert, und ich kann nicht mehr alles schaffen, was ich mir vornehme. Es ist ein täglicher Kampf zwischen dem, was ich will, und dem, was mein Körper zulässt. 

Trotz allem, trotz der Schwere dieses Tages, hat die Geste dieses Bloggers etwas in mir erhellt. Sie hat mir wieder einmal gezeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Menschen da sind, die einen Lichtstrahl senden, der die Dunkelheit durchbricht. Meine Familie, Freunde, ja, sogar völlig unbekannte senden mir LIcht. Und dafür bin ich unendlich dankbar. 

Ich werde weitermachen, auf meine Art, in meinem Tempo. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich will. Und manchmal, an Tagen wie heute, reicht es, sich daran zu erinnern, dass es Menschen gibt, die an einen glauben. Die an mich glauben.

Danke, dass ihr hier seid. Danke, dass ihr mich begleitet.

4 Antworten zu “Emotionen”

  1. Es war mir eine Ehre. Du hattest darum gebeten und dann ist es einfach so, dass ein leichts ist dir diesen Wunsch zu erfüllen. Danke für die Zurückwerbung.

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