Zurück in meine Höhle

Die Gedanken kreisen…Ich kann nicht aufhören nachzudenken. Das Lächeln, selbst das aufgesetzte Lächeln, um mein Gegenüber zu beruhigen, will mir nicht gelingen. Ich kann mich nicht verstecken, aber mich zeigen kann ich auch nicht. Ich kann nicht essen, nicht schlafen und nicht aufhören zu weinen.

Wieder einmal ist ein geliebter Mensch gestorben. Wieder einmal hat der Scheiß Krebs ein Teil meines Herzens an sich gerissen. Wieder einmal halte ich diesen Schmerz nicht aus.

Meine geliebte Tante viel zu lange habe ich dich nicht real sehen können, weil das Leben nicht fair spielt. Weil das Mittelmeer zu groß ist und das nötige Geld zu knapp ist. Und nun bist du mit dem Wunsch gestorben uns – den Teil der Familie der viel zu selten da sein kann – noch einmal in den Arm zu nehmen. Ich halte den Gedanken nicht aus zu wissen, wenn ich es irgendwann schaffe nach Algerien zu fliegen, dich nicht wie gewohnt in deinem Haus, in der Küche am Brotbacken vorzufinden. Ich halte den Schmerz nicht aus dein Lachen niewieder, wirklich niewieder hören zu können. Wir hatten viel zu wenig Zeit. Aber die Erinnerungen an dich sind endlos.

Dieser Scheiß Krebs hat mir schon zu viele Genommen die ich liebe und schmerzhaft vermisse. Eventuell ist das einer der Gründe wieso ich niemand an mich ran lassen kann. Denn ich habe keine Kraft mehr. Meine Reserven sind verbraucht und ich wünschte, mein Leben wäre einfach mal für einen Moment Langweilig. Wo ist der Pausenknopf?

Ich weiß aktuell nicht wie ich weiter gehen soll. Die Welt dreht sich weiter, ich funktioniere und bin abgestumpft. Und Falle endlos weiter in den Abgrund meiner Höhle und ziehe die Mauern um mich rum noch höher….

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