Ich bin gerade aus allen Wolken gefallen: die letzten Tage war ich ziemlich frustriert und mies gelaunt, weil ich unzufrieden war und meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Ich hatte das Gefühl zu langsam voran zu kommen und warf mir deshalb selber vor zu faul zu sein. Ich war mit mir und meinem Umfeld zu kritisch. Gerade bekam ich ein Bild, das am 20.01.20 – vor ca einem Jahr – aufgenommen wurde. Das zeigt mir sehr deutlich, wie gut es mir heute geht und wie weit ich doch schon bin. Ich sitz grad hier und weine. Ich weine einmal vor Erleichterung, weil alles doch so gut überstanden ist und zum anderen aus einem Schuld Gefühl mir selbst gegenüber. Ich brauch mir nicht so viel Druck machen oder mir selber Irgendetwas vorwerfen. Eine Freundin hatte für dieses Gefühl, dass ich nicht benennen kann den Begriff Schildkrötengefühl. Irgendwie passend. Der Kopf ist einfach oft schneller fit als der Körper und vergisst irgendwie auch so schnell…
Ich hatte es kürzlich mit meinem Bruder darüber, dass es wahnsinnig ist, wie schnell der Mensch vergisst. Schmerzen und schlimme Ereignisse werden automatisch verdrängt, um sich wie ein Hamster im Rad zurück in den eigenen Alltag zu kämpfen und zurück in Routinen zu fallen. Dabei vergessen wir aber auch mal kleine, wichtige Momente. Also denkt öfter und bewusst an die schönen, wichtigen oder auch alltäglichen Situationen, die viel zu oft in Vergessenheit geraten!
