Als Tumorpatient nimmt man so einige Medikamente. Ein paar Kennt man andere wiederrum hört man zum ersten und hoffentlich zum letzen mal.
Das H15 haben meine Familie und ich, glaube ich, 2001 zum ersten mal gehört. Auf dem Deutschen Markt war es völlig fremd. Aber es hieß es habe kaum nebenwirkungen und sei Pflanzlich. Allerdings auch völlig Unerfahren.
Ich bekam es von unsere Hausapotheke und nahm es bestimmt acht bis neun Jahre ein. Es ist wirklich Pflanzlich und hat keinerlei nebenwirkungen außer den Kosten. Von denen wir aber nichts wussten, da die Chefin von der Apotheke das ohne unser Wisen die ganzen Jahre übernommen hatte. H15 ist ein Weihrauchpreperat. Es schmeckt wiederlich und die Taplette löst sich leider zimlich schnell im Mund auf.
Irgendwann wollte ich einfch keine Medikamente mehr einehmen und setzte es ab. Natürlich sprach ich mit meinem Professor vorher darüber. Irgendwann sagte er mir, er habe weder belege noch an das Medikament geglaubt. Er hatte es mich nur schlucken lassen über all die Jahre da es keine Alternative außer Chemo gab und der Menschliche Will oft genug Berge versetzt habe. Und mit diesem Medikamt hatte er meiner Mutter und mir einen Strohhalm der Hoffnung geben können auch wenn er selbst kein bisschen daran geglaubt habe.
Dennoch hat H15 mir alleine durchs glauben einige Jahre meines Lebens geschenkt und daran glaube ich einfach heute noch.